Ich will klavierspielen, wie lange hab ich kein klavier mehr gespielt?
Der regen draußen ist sowieso nicht einladend für einen spaziergang, ich meine, ich mag auch mal spazieren im regen, aber nicht jetzt, oder doch? Ich steh auf und setz mich wieder hin, sollte ich? Nee, komm, spiel klavier, oder doch erstmal aufs klo. Ja, und da hol ich mir erstmal einen runter. Ich komm zurück, müder als zuvor, is ja klar. Jetzt ein bisschen frische luft, auch nicht schlecht, aber ich könnte ja auch dies oder das andere buch lesen, das ich mir schon seit jahren vornehme und es immer noch hier liegt, oder das andere magazin hier über die entstehung der macht der medici, eine idee, ein drang, darüber auch zu bescheid zu wissen, wie ist eigentlcih das klavier entstanden? Das werde ich beim nächsten mal im lexikon nachschlagen. Vielleicht kann ich es ja mal gebrauchen, gebrauchen, gebrauchen. Ich könnte erstmal eien rauchen und dann die medici. Ich rauche, dann trinke o-saft und gehe ersdtnmal ins internet, um im lexikon das klavier nachzuschlagen, check aber erstmal meine mails, steht nichts besonderes drin. Wen könnte man denn schrieben? Wer könnte denn, naja, was wollte ich noch? Ach ja, medici, also wo ist das magazin? Da ist es. Lese ein zwei seiten und merke nicht einmal, dass es mich langweilt. Sollte ich doch rausgehen? Warum merke ich nicht, dass ich eigtl dieses medici magazin gerne vorgelesen bekommen würde, dabei eine rundes glas wein trinken und darüber nachdenken, oder besser, ich gehe in eine vorlesung über die medici, das interssiert mich doch nun wirklich, oder es könnte mich interessieren, also ich will studieren, das ist gut. Okay, ich bin interessiert, deswegen bereite ich mich schon mal für die vorlesung vor über die medici, aber wie? Ach ja, hab ja das magazin, also lese ich weiter, strenge mich an, mich zu konzentrieren, funktioniert aber trotz des willens nicht. Okay, ich hol mir erstmal einen runter und schau, ob ich dann vieklleciht doch noch mal weiterlesen kann.
Aber nein, scheissdrauf, das kann mir schon einer erzählen, ich spiele jetzt ein bisschen klavier, welche noten doch? Nicht immer das gleiche, ich will mich ausweiten, ich will was neues lernen, mich weiterentwickeln, also wo sind die noten, ich gucke in den bücherregalen, nischt. Dafür aber eine cd über opern, ein opernführer, oh, das wollte ich doch auch schon längst mal gelesen haben.shit, ich hab vergessen, nachzulesen, wie das klavier entstanden ist.
Okay zur sache. Warum solte ich andere eigentlich lächerlich reden, die alles wissen wollen, ich trottel, ich bin selbst einer von ihnen, orientierungslos und weiß im grunde gar nichts. Wer war das gestern oh ja, mandy, sie heisst wirklich so, sie meinte, leute, die alles wissen wollen, wissen am ende nichts. Na und goethe, das universalgenie? Ich bin ja der festen überzeugung, dass er erstaunlich viel geleistet hat, aber zu seiner zeit war das auch noch sehr viel einfacher, etwas zu leisten, als heutzutage, wo in jeder branche einfach mal schon hundertausende doktorarbeiten geschrieben wurden, was kannst du da noch leisten? Und wenn du was tust, dann kann das nicht mehr so überwältigend weitwirkend sein wie damals goethe. Mit seiner farbenlehre zum beispiel. Ich habe sie zwar nicht gelesen, also eigtl, dürfte ich nichts dazu sagen, aber wahrscheinlich, solche mutmaßungen und laienhaften untersuchungen über die farben wie goethe sie damals anstellte würden heutzutage auf der lächerlichenliste im hohlspiegel auf nummer eins stehen. Damals, ja, damals hatte dieser geist eines genies noch andere wirkungen erzielen können.
Was ich sagen will. Man muss einfach mal klarkommen und den kaffee so trinken, wie er kommt, sich in die sonne setzen und selbst wenn es regnet. Einfach mal atmen und den geschmack in den lungen sitzen lassen.
Ich bin kein bhuddist, kein esoteriker, ich bin ein mesnch, der lebt und der sich sein gedanken macht, sich einfach mal keine gedanken machen zu müssen.
Ich bin. Scheiß auf decartes. Ich bin und kann halt kein klavierspielen, werde die namen bei den medici mir wohl nie merken und ich will daran nicht mehr verzweifeln, ich will einfach mal mir einen runterholen wenn mir wirklich danach ist und nicht aus langeweile.
Ist das leben wirklich so vielseitig, wie man es sagt? Wenn man das wissen wegstreicht, was bleibt? Bleibt die erde, bleibt das kochen, bleibt die luft, bleibt dein blut, deine kraft, dein traum, dein drang zu leben, bleibt dein gedanke, bleibt dein geruch, bleibt mein wunsch, bleibt meine geduld, bleibt mein hunger, bleibt meine müdigkeit, bleibt meine lust.
Oder bleibt alles auf der strecke. Jajajaja, schönes wortspiel ich weiß, aber ist das leben so vielseitig? Wenn man nach den radios geht, nein, denn die spielen seit jahrzehnten den gleichen shit. Glaubt man an drogen, bleibst du der gleiche für jeden abgesehen von dir selbst, wenn du dir eine hand abschneidest, was bleibt, dein blut, dein gekürzter arm. Wenn du dich tötest, aber daran denken wir natürlich nicht, denn dann wäre es ja nicht mehr anders, verschieden, neu, frisch, abwechslungsreich, aber wie ist das denn nun? Kann mir einmal bitte jemand sagen, wie ich aus der langenweile der resignation der verweiflung der selbstaufgabe in die freude der ruhe der akzeptanz der lebenschönheit gelangen kann, ohne mir selber etwas vorzumachen. Life is beautiful. Life is forcing an aim. Das ziel zu sterben, mh? Quatsch, red keinen übersentimentalen scheissdreck zusammen. Das weiss doch jeder, das ziel: Liebe. Schöner Gedanke. Wirklich schöner Gedanke, oder? Ich liebe. Ich liebe es. I'm lovin' it.
Okay, ich geh doch spazieren und suche nach dem, was ich liebe.
Suchst du noch oder lebst du schon. Auch ein nettes Wortspiel, nicht? Ich suche und lebe, lebe und suche, suche leben, lebe die suche, lebe suchend, suche lebend. Gibts da noch ne andere möglichkeit?